Regelschule Wormstedt

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Ausstellungsbesuch

Veranstaltungen > Aktionen > 2010

Am Donnerstag, dem 26.August 2010, besuchten die Klassen 8, 9 und 10 die Wanderausstellung „Anne Frank – eine Geschichte für heute“ in der Pestalozzischule in Apolda.

Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichte der Anne Frank aus der Perspektive der Familie Frank und lässt weitere Zeitzeugen ihre bedrückenden Erfahrungen während der Zeit des Holocausts schildern. Sie besteht aus 54 Bild-Text-Paneelen. Das Schicksal der Familie Frank mit der Zeitgeschichte zu verbinden und Parallelen und Unterschiede zu Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus heute herzustellen ist das Ziel diese Exposition.

Das Besondere an dieser Ausstellung des Anne Frank Zentrums Berlin ist das Prinzip „Jugendliche begleiten Jugendliche“.

Durch die Mitarbeiter dieses Zentrums wurden Tim-Uwe Hänsch (links im Bild) und Vincent von Pöllnitz aus Klasse 9 in einem zweitägigen Seminar darauf vorbereitet, ihre Mitschüler und Lehrer durch die Ausstellung zu führen. Diese schwierige Aufgabe lösten die beiden Schüler mit Bravour.

Sie begleiteten die Klassen 9/10 und die Klasse 8 in zwei Durchgängen entsprechend deren unterschiedlichen Vorkenntnissen mit verschiedenen Methoden durch die Ausstellung. Die anfängliche Aufregung legte sich schnell, nachdem beide die Fragen der Mitschüler und Lehrer kompetent und sicher beantworten konnten.

Dass vom Ausstellungsbesuch beide Seiten profitierten - die verantwortlichen Schüler und die Besucher – zeigen die folgenden Schülermeinungen:

Tim-Uwe Hänsch, Kl.9: „Ich fand durch die Ausstellung zu führen war sehr schön, da auch freies Reden gefördert wurde und ich das sehr gern mache. Auch wenn zwei Tage Freizeit für die Vorbereitung nötig waren, fand ich es sehr interessant, sich mit dem Thema und den Methoden zu beschäftigen. Frei zu sprechen bzw. wie ein Lehrer mit Schülern zu arbeiten ist schwer, aber trotzdem schön.“

Vincent von Pöllnitz, Kl.9:
„Mir hat es Spaß gemacht, die Gruppen durch die Ausstellung zu führen und ich hoffe, die Mitschüler haben etwas davon behalten, was wir erzählt haben. Ich hätte mir aber ein bisschen mehr Mitarbeit gewünscht.“

Silvester Einax, Kl.8:Die Ausstellung hat mir sehr gut gefallen und Vincent und Tim haben uns alles gut erklärt.“

Louis Barthel, Kl.9: „ Ich habe mir mehr von der Ausstellung erhofft, denn die Exponate waren überschaubar und die Ausstellung bestand größtenteils nur aus Textmaterial.“

Elora Freier, Kl.8: „ Ich hätte in der Ausstellung mehr reale Gegenstände, Bilder, Sachen zum Anfassen aus der Zeit oder von Anne Frank erwartet.“

Lucas Grau, Kl.9:
„ Ich fand den Auftritt von Vincent und Tim sehr gut. Sie haben die „langweilige“ Ausstellung spannend gemacht. Ich hätte mir bei den Tafeln mehr Abwechslung fürs Auge gewünscht.“

Carolin Heinicke, Kl.9
: „Ich fand die Ausstellung sehr interessant, aber auch eintönig, was die Darbietung betrifft. Vincent und Tim haben ihre Aufgabe sehr gut gemacht.“

Max Rochlitz, Kl.9: Ich habe durch die Ausstellung einen näheren Einblick in das Leben von Anne Frank und ihrem Umfeld bekommen. Jedoch fand ich die Ausstellung etwas dünn, da fast nur Foliendrucke gezeigt wurden. Was mich beeindruckt hat, waren die Dinge, die die Juden nicht machen durften“.

Christopher Paprocki, Kl.9:
„ Ich fand die Ausstellung gut wie sie war und Vincent und Tim auch. Nicht so gut war, dass man sich bei manchen Tafeln so bücken musste, um sie zu lesen.“

Lars Bergner, Kl.9: „ Ich fand die Ausstellung gut und ich habe viele neue Einsichten in diese Zeit bekommen. Mich hat beeindruckt, was Juden nach den Nürnberger Gesetzen alles nicht durften.“

Dr. Petra Liebert, Klassenlehrerin Kl.9:
„Ich bin stolz auf Vincent und Tim, denn es ist vor allem ihr Verdienst, dass die Ausstellung bei den meisten Schülern gut ankam. Ich denke, die beiden haben neben der Beschäftigung mit dem Thema durch die Ausstellungsbegleitung viel für ihr weiteres Leben gelernt.

An der Ausstellung gefielen mir besonders die Bilder und wie die Begleiter diese den Schülern näher brachten und daran subjektive Einsichten vermittelten. Ich kann nachvollziehen, dass sich die Schüler mehr  Exponate aus dem Leben der Anne Frank und der Zeit des Holocausts gewünscht hätten, aber das kann eine Wanderausstellung leider nicht leisten.“

Kerstin Wöllner, Geschichtslehrerin:
Vincent und Tim haben ihre Aufgabe souverän gemeistert und konnten sich nach unseren Hinweisen im zweiten Durchgang sogar noch steigern. Trotz der unterschiedlichen Vorkenntnisse der Schüler zur Judenverfolgung im Dritten Reich ist es ihnen gelungen, bestimmte Fakten und Zusammenhänge schülergemäß zu erklären. Diese besondere Leistung wird selbstverständlich entsprechend honoriert.“

Weitere Informationen unter zentrum@annefrank.de und www.annefrank.de

Hier weitere Fotos vom Ausstellungsbesuch.

Suche
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü